| Henry Ford (1863-1947) war Zeitgenosse von Robert Bosch (1861-1942) |
| Upton
Sinclair und Aldous Huxley würdigen den Fließbandhelden Henry Ford in Romanen, die die
Gefahren des Fordismus bewusst machten... siehe Am bekanntesten ist wahrscheinlich die "Schöne, neue Welt": Dort wird Ford zum Fließbandgott erhoben "Gelobt sei Ford am
Lenkrad..." oder "Dank sei Ford" ...diese Gebete
stammen nicht von mir, sondern sind dem berühmten Zukunftsroman von
Aldous Huxley, Schöne neue Welt aus dem Jahre 1932 entnommen...
und ist die fiktive Antwort auf das Denken des Henry Ford, das er in zwei
Schriften niedergelegt hat:
Fordistische Leseprobe aus: Patrik Schneider, A. Wild, Das Kreuz der
Arbeitslosigkeit, Herder 1998: Henry Ford hat den christlichen Gott endgültig abgelöst - so Huxleys Fiktion aus dem Jahre 1932. Der Schöpfer des T-Modells mit 12 PS wird von späteren Generationen zum Gott gekürt und die Zahl Zwölf zur heiligen Zahl dogmatisiert, Kreuze wurden oben einfach beschnitten, so dass nur noch das T - Zeichen als Symbol übrigbleibt. Es entsteht eine neue Zeitrechnung. Wir schreiben im Huxleyroman "das Jahr 632 nach Ford."..Geklonte, wie am Fließband produzierte Menschen leben in Kasten eingeteilt als Alphas, Betas, Gammas. Ganz unten stehen die Epsilons. Der Masse der Menschen wird als Babys mittels Hypnose als Lebensziel das Konsumieren, - im wahrsten Sinne des Wortes - eingetrichtert. Sechs Weltaufsichtsräte beherrschen die Welt. Eine gesunde Droge macht die Menschen willig. Das Ford´sche System der Fließbandarbeit, die Aussage von Henry Ford, dass 95% der Menschheit nur ungern denke, wird hier in literarischer Form zur Blüte hochstilisiert - der Mensch ist jeder Freiheit beraubt und degradiert als Konsument. Eine faszinierende Entlarvung des Ford´schen Menschenbildes! Ford, das ist so eine Marke. Spannend die Autobiographie von Henry Ford aus dem Jahre 1923. Ein selbstbewusster Massenhersteller, der fest überzeugt ist, dass 95% aller Menschen nicht denken wollen... deshalb schuf er ihnen einfache Arbeitsplätze am Fließband. Henry Ford hat das Auto mit seinem T-Modell zum Massenprodukt entwickelt. Sicher ein genialer Erfinder und Tüftler. Im Internet fand ich im Antiquariat ein weiteres Werk von Henry Ford mit dem bezeichnenden Titel: "Und trotzdem vorwärts" aus dem Jahre 1930. Ich erwarb die Originalschrift aus dem Jahre 1930, die im Leipziger List Verlag erschienen war und seine Antwort auf die Bewältigung der großen wirtschaftlichen Depression, die die Welt Ende der 1920er Jahre tief erschütterte. |
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